PRESSESPIEGEL
Der Lungauer Kulturvereinigung droht das Aus, sollten die Subventionen nicht aufgestockt werden. Das Land will auch mehr Geld hergeben - aber nur dann, wenn auch die Gemeinden mitziehen. Diese geben sich aber zurückhaltend.
Seit Jahren kämpft der Verein, der hauptsächlich auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen ist, ums Überleben. Dabei gibt es genug Preise und Auszeichnungen für Lungauer Kulturschaffende wie das Theater Mokrit - dafür mangelt es an Geld für die Anstellung einer einzigen Fachkraft im Kulturbüro.
«Es gibt das Freie Lesen nicht mehr - ganz eine tolle Einrichtung, die bis vor fünf Jahren hier war», sagt Robert Wimmer, Obmann von Lungau Kultur, «Es gibt den Jazzklub nicht mehr, die Jazzszene hat ihre Arbeit ruhend gestellt. Es gibt laute Aufschreie: Die Galerie bekommt nur mehr 1.000 oder 2.000 Euro Förderung. Das Hanswurst-Theater, das etwas ganz Tolles in der Region war, findet heuer nicht statt.»
Ohne entsprechende Finanzierung können auch traditionsgebundene Veranstaltungen wie das Hanswurst-Theater nicht mehr weiterexistieren.
«Man kann sich auch nicht im Lungau über Jahrzehnte ehrenamtlich auspowern», sagt Wimmer, «Das Problem wird sein: Wenn es uns auch so geht, dass über kurz oder lang in diesen Entwicklungen nichts mehr ist, dann ist hinterm Tauern wirklich Stillstand.»
Wie wichtig Kultur für die regionale Entwicklung des Lungaus ist, erkennen die politischen Vertretern der Gemeinden durchaus. Wenn es ums Geld geht, reagieren sie allerdings zurückhaltend.
«Ich denke, dass uns als Gemeinden die Kultur im finanziellen Bereich durchaus noch etwas mehr wert sein muss», sagt Alois Lankmayer, Bürgermeister von Tamsweg (ÖVP). «Allerdings sind diese Beträge, die in Zentralräumen laufen, im Lungau sicher eine hohe Hürde und durch uns selber nicht zu schaffen. Ich glaube, dass wir da durchaus auch andere Institutionen ansprechen müssen: Land, Bund, EU.»
«Wichtig ist, dass die längerfristige Absicherung von Seiten des Landes garantiert wird, nicht nur von den Gemeinden und vom Regionalverband», sagt Wolfgang Eder, Obmann des Regionalverbandes Lungau.
Sollten die notwendigen 20.000 bis 30.000 Euro nicht aus der Region kommen, wird es im Lungauer Kulturbüro in Zukunft keinen Ansprechpartner mehr geben.
