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PRESSEAUSSENDUNGEN

14.10.2005
?KULTURSTADT SALZBURG ? QUO VADIS (PT 7)?
Anregungen & Forderungen des Dachverband Salzburger Kulturstätten zur bevorstehenden Kulturklausur der Stadt Salzburg.

Anlässlich der am 15. Oktober 2005 stattfindenden ?Kulturklausur? der Stadt Salzburg mit dem Kultur-Ressortchef (und Bürgermeister), mit VertreterInnen der Abteilung Kultur & Schule und den Mitgliedern des Kulturausschuss regt die Interessenvertretung der Salzburger Kulturstätten an:

1. Kulturleitbild: Umsetzung & Kontrolle Das 2001 einstimmig vom Salzburger Gemeinderat beschlossene Konzept ?Kulturleitbild und Entwicklungsplan der Stadt Salzburg? legt den Schwerpunkt in der Kulturarbeit auf ?zeitgenössische Kunst, künstlerische und kulturelle Produktion? in der Kulturfinanzierung. Diese soll in der Fördervergabe ?bevorzugt? behandelt werden. Die Einhaltung bzw. Umsetzung des Kulturleitbilds sollte jährlich überprüft und kontrolliert werden; dies ist bisher nicht geschehen. Der Dachverband Salzburger Kulturstätten empfiehlt 5 Jahre nach Beschluss des Kulturleitbilds im Juli 2001 eine Evaluierung der bisherigen Umsetzung durch ein unabhängiges ExpertInnen-Gremium, um die größtmögliche Transparenz der Umsetzung zu gewährleisten und Fortschritte wie Defizite (z. B. Berücksichtigung von Minderheiten und MigrantInnen) zu ermitteln und ggf. gegenzusteuern. Die Ergebnisse der ExpertInnen sollen öffentlich diskutiert werden. 2. Kulturbudget: plus 10 %

Die im Dachverband organisierten 38 städtischen Kulturstätten (insgesamt sind es 66 Mitgliedervereine) hatten seitens der Stadt 2005 zusammen ein Fördervolumen von ? 2.738.100, der von der Interessenvertretung erhobene Förderbedarf für die Jahrestätigkeit 2006 liegt bei ? 3.020.540. Das ergibt einen zusätzlichen Förderbedarf von ? 282.440 bzw. rund 10%.

Für das Kulturbudget 2006 appelliert der Dachverband an die TeilnehmerInnen der Klausur:

? Kulturstätten, die von 2004 auf 2005 wesentliche Fördereinbussen hinnehmen mußten ? hier vor allem Theater YBY, subnet, Berufsvereinigung bildender Künstler, kulturspur ? sollen mindestens wieder auf das Förderniveau von 2004 gehoben werden. ? Eine sukzessive Anhebung des Film- und Medienbudgets entsprechend den Anforderungen der freien Film-, Video- und Medienszene in Salzburg (die Kürzung von 2004 auf 2005 betrug minus 34%). Auch hier fordert der Dachverband eine Anhebung mindestens auf den Stand von 2004. ? Genehmigung von Fördermittel für freie ProduzentInnen im Theaterbereich ? neben der bedarfgerechten Förderung bestehender Gruppen. Es geht um eine solide Basisfinanzierung, die eine Projektabwicklung erlaubt und es möglich macht, dass Gruppen ihre Projekte auch über Salzburg hinaus präsentieren können. ? EU-Hilfestellungsmittel in der Höhe von ? 12.500 für Coaching und Beratungsaktivitäten bei EU-Förderansuchen, um die EU-Fördertöpfe optimal auszunützen und eine aktive EU-Vernetzungspolitik betreiben zu können. 3. Dachverband Salzburger Kulturstätten

Die nach Mitgliedern zweitgrößte Interessenvertretung Österreich wurde seitens der Stadt Salzburg seit 2002 laufend gekürzt. Von ursprünglich ? 14.535 Jahresförderung auf ? 12.800 im Jahr 2005 (minus 12%). Zusammen mit der Kürzung des Landes Salzburg beträgt der Förderausfall alleine heuer ? 5.300. Die Arbeit des Dachverbands wird dadurch zunehmend erschwert. Wir fordern daher mindestens den Förderansatz des Jahres 2002!

Der Dachverband Salzburger Kulturstätten fordert Umsetzung und Evaluierung des Kulturleitbildes 2001, die dringend notwendige Anhebung des Kulturbudets im sogenannten freien Ermessensbereich und die stärkere Förderung der Interessensvertretung der Salzburger Kultur.

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Informationen zur Entwicklung des Kulturbudgets der Stadt Salzburg finden sie auf unserer Homepage unter:"Facts"

... es hat keinen Sinn zu warten bis es besser wird, das bißchen besser ...