PRESSEAUSSENDUNGEN
Dachverband Salzburger Kulturstätten
Dreifaltigkeitsgasse 3/3
5020 Salzburg
Salzburg, 8. August 2003
sehr geehrter Herr Randisek!
In Ihrem Schreiben betreffend das Mozart-Jahr 2006 Salzburg haben Sie zu Recht auf die zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzung mit Mozart hingewiesen. Das in Ihrem Schreiben und Motivenbericht benannte Projekt Mozart AVANT dürfte Ihnen dabei jedoch nicht in vollem Umfang bekannt sein.
Mozart AVANT ist als Programm zu verstehen, das sich aus mehreren Teilprojekten zusammensetzt, die nicht nur die Möglichkeiten der Stadt als Environments nutzt, sondern das auch ein theoretisches Zentrum mit sichtbarer Anlaufstelle und Knotenpunkt (ein ART-Lab) integriert. Dieses ART-Lab bietet einen Konzertraum, Ausstellungsfläche für Kunst und Videos, ist Ort der Klanginstallationen und Publikumsinformation, dient für Workshops und soll sich als ?offener Raum? begreifen.
Über einen projektierten Zeitraum von Mai bis Juli wird der Themenschwerpunkt des Mozart-Jahres damit auf zeitgenössische Kunst und ihre vielfältigen Möglichkeiten gelenkt. Erklärtes Ziel von Mozart AVANT ist es auch, vorhandene alte Strukturen aufzubrechen, gleichzeitig die einzelnen, eher avantgardistischen und unabhängigen ?Szenen? oder Kunstschaffenden einander näher rücken zu lassen und Synergie-Effekte zu initiieren.
Über individuelle Einladungen an ausgewählte KünstlerInnnen und einen noch auszuschreibenden Wettbewerb mit drei Themenschwerpunkten (im Jahr 2004!) werden diese mit international anerkannten Kuratoren ermittelt. Die frühzeitige Ausschreibung des Landes für die freie Szene brachte bereits im Jahr 2000 erste Ansätze einer innovativen Auseinandersetzung. Die dabei ausgewählten Projekte und Künstler werden im Gesamtkontext Mozart AVANT eingebunden.
Ich stehe derzeit in Verhandlungen mit dem Bund zur Mitfinanzierung an den Gesamtkosten des Mozart-Jahres für Salzburg. Es wird davon und vor allem von einer bislang noch nicht deklarierten Zusage einer Mitfinanzierung durch die Stadt Salzburg abhängen, welche Projekte tatsächlich umgesetzt werden können, Mozart AVANT ist dabei von höchster Priorität.
Es muss jedoch klar sein, dass die Schwerpunktthemen und das Mozart-Jahr in seiner Gesamtheit verhandelt wird, darin sind neben o.a. Projekt ebenso bauliche Maßnahmen, die so genannten klassischen Veranstaltungsangebote, ein umfangreiches Vermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche, als auch der Bereich Marketing/PR ? um nur einige Bereiche zu nennen ? integriert.
In der Hoffnung, dass sich der Dachverband Salzburger Kulturstätten in besonderer Weise in das Projekt Mozart AVANT einbringen wird ersuche ich Sie um persönliche Kontaktaufnahme mit der Landeseinrichtung ?Mozart 2006? bei Frau Mag. Brodil, Tel. 8042-2006.
Mit besten Grüßen
Franz Schausberger e.h.
